Frisch verführt: Neueröffnung des Herzog-Anton-Ulrich Museums (HAUM)

Am 23. Oktober eröffnete das „Herzog Anton Ulrich Museum“ (kurz: HAUM) nach 7 Jahren Umbau endlich wieder seine Tore. Mit dem Slogan „frisch verführt“ und dem grünen Apfel waren die Braunschweiger bereits einige Monate zuvor konfrontiert worden, ohne zu wissen, was es damit auf sich hat. Das HAUM-Marketing hatte sich nämlich überegt, die Kampagne des HAUM rund um den grünen Apfel zu entwickeln und damit auf sich aufmerksam zu machen. Man sah also bereits im Sommer Plakate mit dem grünen Apfel und dem Slogan „frisch verführt“ in der gesamten Stadt verteilt. Als dann später weitere Plakate auftauchten, die ergänzend zum Bild und dem Slogan noch das HAUM Logo enthielten, war die Spannung auf die Neueröffnung des Museums umso größer. Auch in Zukunft soll weiterhin der grüne Apfel mit dem HAUM in Verbindung gebracht und somit zum „Wiedererkennungszeichen“ des Museums werden.

Im November durfte ich gemeinsam mit einer Gruppe Blogger (Alexa, Melanie, Leona, Ulrike, Jessica und Eva) das HAUM besuchen und nicht nur das, wir durften auch einige Fragen an die Marketingleiterin richten und kamen dabei ins Gespräch. Sie erklärte uns die Geschichte rund um den grünen Apfel und verriet uns, dass der Apfel als langfristige Kampagne für das Museum geplant ist. Er wird in Zukunft auch in weitere barocke Kunstwerke integriert werden und damit ganz sicher die Aufmerksam auf sich ziehen.

Wir erfuhren in dem Gesprch außerdem, dass das Haum nun nach dem Umbau 800 m² größer ist, als vor dem Umbau und nun insgesamt 4000 m² Größe aufweist.

Nachdem alle Fragen geklärt waren, wurden wir durch die Kunstsammlung des Haum geführt und wir bekamen einen ersten Einblick in die besonderen Kunstwerke. Neben Rembrandt ist das „Mädchen mit dem Weinglas“ von Vermeer eines der bekanntesten Werke der Ausstellung. Mein absolutes Lieblingsgemälde ist dieses:

GG 441, Abraham Mignon (1640-1679), Blumenstrauss mit Distelblättern, Leinwand, 98 x 80 cm

Es beeindruckt mich so sehr, da ich den Kontrast unheimlich schön finde und ich eh ein großer Fan von kontrastreichen Kunstwerken bin. Die Mischung aus den bunten Blumen, die das Leben und das Positive widerspiegeln und dem dunkeln Hintergrund, in dem man nicht viel erkennen kann und der eher düster und negativ wirkt, haben mich von Anfang an beeindruckt.

Neben der Kunstsammlung gibt es im oberen Stockwerk eine weitere Ausstellung, in der es Möbel, Schmuck, Geschirr, Münzen und noch mehr zu entdecken gibt. Ein paar eIndrücke davon habe ich euch natürlich auch mitgebracht:

Ich muss sagen, neben den Kunstwerken ist mir die Architektur und die Raumaufteilung des Museums besonders im Gedächtnis geblieben. Nicht nur, dass die Wände der Räume in der Kunstausstellung farblich passend zu den Werken abgestimmt sind, auch die großen Dachfenster tun ihr bestes für das Ambiente im Museum. Die Räume sind sehr hoch und bekommen Sonnenlicht von oben – das zaubert natürlich ein besonderes Licht auf die Kunst und das hat mich sehr beeindruckt.

Das HAUM beinhaltet jedoch nicht nur die umfangreiche und tolle Dauerausstellung, sondern es wird auch Sonderausstellungen geben. Dafür dienen weitere Räume im Umfang von 900 qm. Im April 2017 soll es eine Graphik-Sonderausstellung geben mit „Meisterzeichnungen von Dürer bis heute“ und ich freue mich schon besonders auf die „Im Aufbruch“ Ausstellung zum Jahr der Reformation, die ab 7. Mai in allen 3 Landesmuseen Braunschweigs stattfindet.

Abschließend lässt sich sagen: 7 Jahre waren eine lange Zeit, aber das Warten hat sich gelohnt und ein Besuch im HAUM ist wirklich Pflicht für jeden Braunschweiger und Braunschweigbesucher!

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